Abb. Faltblatt, Neuer Kunstverein Aschaffenburg, 2020

Zandra Harms & Gunilla Jähnichen

Ein Briefwechsel

Zandra Harms und Gunilla Jähnichene starteten einen Briefwechsel mit Zeichnungen. Grundlage war das alte Zeichenspiel, bei dem man den Teil, den man zeichnet wegknickt und der nächste dann „blind“ weiterzeichnet, im Wechsel. Es entwickelte sich weiter, sie ließen das Wegknicken und gingen dazu über, bewusst auf die Impulse der anderen einzugehen. Die Zeichnungen werden hin und her geschickt, wenn eine Künstlerin der Meinung ist, die Arbeit sei fertig, wird sie aus dem Briefwechsel raus genommen. Der Briefwechsel läuft immer weiter, bis heute. 

Die Zeichnungen durchlaufen unterschiedliche Phasen, sie entwickeln sich fortlaufend. Die Künstlerinnen stoßen an Grenzen, finden neue Lösungen, nutzen neue Materialien, setzen neue Impulse. Das Ganze läuft parallel als eine Art Spiel neben der eigenen künstlerischen Arbeit. Interessant ist die Wechselwirkung in den Zeichnungen, aber auch der Einfluss auf die eigene Arbeit.

Es ist eine stille Unterhaltung auf dem Papier, ohne Zeit- oder Ergebnisdruck. Die Ergebnisse wirken leicht und humorvoll, unangestrengt. Die Künstlerinnen schätzen die Inhalte und Reaktionen der anderen. Diese Arbeitsweise fordert dazu auf, sich im Werk der anderen zu positionieren und in der Idee der anderen zu finden. Diese Prozesse sind interessant und verändern sich fortlaufend.

Jeder Umschlag, in dem die neue Arbeit steckt, wird wieder mit Spannung geöffnet.

Abb. Mixed Media auf Papier, jeweils 20 x 15 cm, 2020

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Interview Zandra Harms und Gunilla Jähnichen, 2020
Hase 29, Osnabrück

Abb. Mixed Media auf Papier, jeweils 100 x 70 cm